SEO für Food Blogger

25/03/2018
SEO für Food Blogger

Über Suchmaschinenoptimierung (SEO) wird oft gesprochen und genauso oft ist die Antwort, dass ist wichtig für Google und das musst du machen. Der Kanal ist auch sehr wichtig, aber nur indirekt für Google. In dem P.O.S.E-Modell befinden wir uns jetzt im Bereich Owned und Earned,  dabei handelt es sich hauptsächlich um langfristige Maßnahmen und was ihr dabei beachten müsst, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Der Kanal SEO hat mit einigen Klischees zu kämpfen und es werden vereinzelt immer noch Praktiken von der Anfangszeit der Suchmaschinen verbreitet. Allerdings hat sich nach dem systematischen Einkauf von Backlinks, nicht lesbaren Keyword überhäuften Texten und Seiten mit Keywords in weißer Schrift einiges geändert.

Wer heute noch mit der Einstellung vorgeht, seinen Blog für Google zu optimieren, wird nur bedingt Erfolg haben.  Ihr müsste die Seite für eure Leser optimieren. Somit wird eurer Seite für die jeweiligen Suchenden auf Google und Bing (durch den Marktanteil von über 90% in Deutschland, werde ich im folgenden nur Google erwähnen. Bing ist aber auf keinen Fall zu vernachlässigen. Warum erfahrt ihr in einem separaten Beitrag) mit einer hohen Relevanz bewertet. Vereinfacht gesagt: Umso höher die Relevanz eurer Seite für den Suchenden, umso besser wird euer Ranking auf der Sucherergebnisseite von Google sein. Jetzt könntet ihr sagen, meine Seite hat doch für gewisse Rezepte eine hohe Relevanz und wird trotzdem nicht auf der ersten Seite bei Google ausgespielt. Richtig und deshalb ist das ganzheitliche Theme SEO in eurer Planung enorm wichtig.

Das langfristige Ziel sollte sein, mit eurem Blog bei relevanten Suchanfragen auf der ersten Suchergebnisseite zu erscheinen, da sich nur noch ca. 20% bei der Suche auf die zweite Seite verirren.

Generell könnt ihr SEO in drei große Bereiche einteilen: Technik, Content und Usability. Jeder Bereich ist relevant und trägt für das langfristige Ergebnis bei. Es gibt ein paar Quick Wins, jenachdem wie euer Status Quo ist und einiges das ihr euch erst mal verdienen müsst.

Der erste Bereich ist Technik:

Hier geht es zum Großteil um Maßnahmen, welche bei euch im Backend stattfinden und teilweise nicht offentsichtlich für eure Leser sichtbar sind, aber für die Lesbarkeit und Bewertung von Google umso mehr. Darunter fallen Punkte wie die Ladezeit eurer Seite, die Größe der Bilder, die richtige Pflege der Titles & Descriptions, die richtige Bennung der Überschriften (H1, H2, usw.) sowie die richtige Setzung von Canocicals und bei mehrsprachigen Seiten der hreflang-Tags.

Außerdem gehören hier genauso Themen dazu wie eine gültiges/vorhandenes SSL-Zertifikat oder die korrekt angelegte robots.txt und sitemap.xml. Das sind jetzt vorerst die wichtigsten Punkte. Wie ihr hier aktuell aufgestellt seid könnt ihr z.B. mit kostenlosen SEO-Analysetools wie unter www.seorch.de überprüfen oder direkt die zahlreichen Analysetools von Google, wie z.B. die Google Search Console, Google Page Speed oder das Tool für den Test zu mobil Optimierung  nutzen.

Nachdem ihr den Status Quo habt, geht es an die Optimierung. Einer der häufigsten Quick Wins ist die Optimierung der Titles & Descriptions. Das ist die Überschrift und die Beschreibung, die ihr auf Google in den Ergebnissen seht. Hilfreiche dafür sind z.B. Plugins wie YoestSEO bei WordPress. Sie helfen dabei, die T&D bei jedem Beitrag und auf jeder Seite auszufüllen.

Der zweite Bereich ist Content:

Dabei geht es um den Inhalt, welchen ihr auf eurem Blog habt. Für Blogger, im Vergleich zu Unternehmen, ist dass der „einfachste“ Bereich, weil wir immer wieder neuen Content erstellen. Bei Unternehmen ist das häufig schwieriger, weil die Produkte oft statisch sind und sich z.B. Kategorieseiten nicht ständig erneuern lassen. Daher führen immer mehr Unternehmen bzw. Online-Shops Magazine und Blogs ein, um für ihre Inhalte eine höhere Relevanz zu erhalten. Hierbei unterscheidet man zwischen produktbezogenen Inhalt, unternehmensbezogenen Inhalt und peripherem Inhalt. Aber für uns Food Blogger ist es am wichtigsten, dass wir Inhalte erstellen, welchen unseren Lesern einen hohen Mehrwert liefern und dabei geht es auf keinen Fall darum bei einem Schokokuchen Rezept, so oft wie möglich das Wort „Schokokuchen“ zu erwähnen. Es geht darum, einen lesbaren Beitrag zu erstellen, dass wird Google dann auch belohnen.

Der dritte Bereich ist die Usability:

Damit ist die Lesererfahrung auf eurer Seite gemeint. Findet der Leser direkt den Beitrag, den er lesen will? Ist die Navigation verständlich aufgebaut? Verwendet ihr Breadcrumbs, so dass der Leser immer weiß auf welcher Ebene euers Blogs er sich befindet? Kann der Leser über die Suchfunktion alle Rezepte finden? Das sind ein paar Fragen die ihr in diesem Bereich beachten solltet. Generell geht es darum, dass sich eure Leser auf euerem Blog zurechtfinden, lange bleiben und somit euer Inhalt ihnen einen Mehrwert bringt.

Zusammenfassend gibt es noch einen „vierten“ Bereich, welcher die Umgebung betrachtet. Darunter fallen z.B. die Aktivitäten auf den sozialen Netzwerken und die (relevanten) externen Verlinkungen auf deinen Blog.

Das sind die Hauptbereiche, die ihr beachten solltet, wenn ihr über den Bereich SEO nachdenkt und sprecht.

Ganz wichtig ist aber und daran solltet ihr immer denken: Ihr optimiert für eure Leser und nicht für Google. Damit werdet ihr langfristig Erfolg haben.

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