Affiliate Marketing für Food Blogger

18/03/2018
Affiliate Marketing für Food Blogger

Eine Empfehlung hat bestimmt schonmal jeder von Euch für etwas gemacht, z.B. im Freundeskreis für seinen Lieblingstopf oder ein gutes Kochbuch – in der Regel habt Ihr das aus eigener Überzeugung gemacht und kein Geld dafür bekommen. Genauso könnt Ihr auch auf eurem Food Blog Empfehlungen aussprechen für Produkte und Dienstleistungen, von denen Ihr überzeugt seid und die zu Euch passen. Mit dem Kanal Affiliate Marketing aus dem Paid Bereich könnt Ihr genau das machen und damit noch Geld verdienen. Aber jetzt erstmal von Anfang an.

Bevor ich Affiliate Marketing im Online-Bereich erkläre, möchte ich es Euch aus Situationen aus Eurem Alltag verständlich machen. Folgendes Szenario: Du bist in der Arbeit und deine Kollegen wissen, dass du dich in deiner Stadt perfekt auskennst, wenn es darum geht „Essen zu gehen“. Deine Kollegin fragt dich somit, wo sie am Abend am besten mit ihrem Freund zum Essen gehen soll. Du erzählst ihr von einem ganz tollen Restaurant und überzeugst sie dort hin zu gehen. Am Abend geht sie in das Restaurant und am Ende stehen auf der Rechnung 50,00 Euro (Umsatz für das Restaurant). Jetzt kommt der Unterschied zum Online-Bereich! Der Besitzer wird dich danach nicht kontaktieren und dir z.B. 10% von den 50,00 Euro für die Vermittlung eines neuen Gastes, deiner Kollegin, geben.

Im Affiliate Marketing ist genau das der Fall, du erhälst für deine Vermittlung von deinem Food Blog zu einem Online Shop, in dem dein User etwas kauf eine Provision.

Dich interessiert dieser Kanal und du möchtest mit Affiliate Marketing auf deinem Blog Geld verdienen, dann brauchst du einen Gewerbeschein, weil du die Absicht hast einen finanziellen Gewinn zu erzielen.

Der zweite Schritt ist, dass du dich mit deinem Food Blog bei einem Affiliate Netzwerk, wie z.B. affili.net oder Awin, tradedoubler, belboon oder tracedelight als Publisher anmeldest.

Bei dem Affiliate Netzwerk kannst du dich für die Unternehmen bewerben, die dich interessieren und die du bewerben möchtest. Wenn deine Bewerbung angenommen wurde, erhältst du Zugriff auf die Trackinglinks, Werbemittel und Produktdaten des Partnerprogramm von dem Unternehmen und kannst mit dem Einbau beginnen. Du hast bei den meisten Programmen die Möglichkeit, grafische Banner oder Textlinks zu verwenden und diese bei dir auf deinem Blog an der passenden Stelle, z.B. in einem Beitrag auf der Startseite oder sogar mit den Produktdaten einen Shop erstellen, in dem du Produkte präsentierst, die dir gefallen.

Das Prinzip funktioniert wie folgt: Klickt einer deiner User auf den Link/Werbemittel gelangt er auf den Online Shop und kann dort das entsprechende Produkt kaufen. Wenn er den Kauf abschließt und das Produkt nicht retourniert, wird das im Affiliate Netzwerk dir zugerechnet und du erhältst eine Provision für deine Vermittlung.
Ich habe des Öfteren geschrieben, dass du nur Produkte empfehlen solltest die zu dir passen. Das empfehle ich dir, weil es wichtig ist, dass du eine hohe Relevanz für das Produkt hast und die User es dann auch gleich kaufen, dass du deine Provision erhältst. Warum erkläre ich dir in einem kurzen Exkurs.

Exkurs:

Vom Prinzip wird bei dem Klick von dem User auf den Link ein Cookie gesetzt, so dass der Kauf am Ende dir zu geordnet werden kann. In der Regel vergüten aber die meisten Unternehmen nur den letzten Kontakt, der zum Kauf geführt hat. Als Food Blog bist du ein Content-Publisher und oft am Anfang der Customer Journey. Oft passiert es, dass die User nach dem sie von dem Blog auf einen Online Shop gelangt sind noch auf eine Gutscheinseite gehen und versuchen einen Rabatt zu erhalten. Sollten sie diesen Weg gehen, dann wird dein Cookie von dem Gutschein-Publisher überschrieben und er erhält die Provision und du gehst leer aus.

Tipp:

Mit folgendem Tipp kannst du dies umgehen. Wenn du ein Produkt oder ein Unternehmen empfehlen willst, dann schau selbst online nach Gutscheinen/Rabatten und kommuniziere diese direkt deinen User, so kannst du es vermeiden, dass dir der Sale weggenommen wird.

Vergütung:

Wenn du dich bei einem Programm eines Unternehmens anmeldest, siehst du immer wie viel % (seltener fester €-Betrag) du für einen Sale bekommst. Wenn dann dein vermittelter User z.B. etwas für 100,00 Euro kauft und das Unternehmen 10% für einen Sale zahlt erhältst du 10,00 Euro für deine Vermittlung.

Affiliate Marketing ist ein interessanter Kanal und kann beim richtigen Einsatz eine gute Einnahmequelle für euren Blog darstellen. Denkt nur immer dran, bleibt authentisch und denkt an den Mehrwert für eure Leser. Wenn Ihr also, z.B. von einem Buch oder einer Pfanne o.ä. überzeugt seid, spricht nichts dagegen über einen Affiliate-Link euren Usern zu zeigen, wo sie das Produkt kaufen können.

MerkenMerken

Das könnte dich auch noch interessieren